Unser Engagement Shoot – Hochzeit von Frau Leonhard

An einem Samstag mit traumhaftem Wetter fand diesen März unser Engagement Shoot statt.

Nachdem ich so viele Fotostrecken von anderen gesehen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es hinter den Kulissen aussieht. Und nun, da ich auch diesen Punkt auf meiner Hochzeits-Checkliste abhaken kann, freue ich mich, dir davon berichten zu können! 🙂

1 Vorbereitungen

Inspirationen sammeln

Unseren Fotografen haben wir ja schon vor langer Zeit gesucht und gebucht und schon damals hatten wir abgesprochen, dass ich für unser Engagement ein Pinterest-Board anlegen würde. Solche konkreten Bilder helfen euch einfach, eurem Fotografen zu zeigen, welche Art von Bildern euch gefällt. Ihr könnt ihm damit auch ganz konkret vermitteln, welches Motiv ihr euch wünscht.

Hier kommst du zu unserem Board. 🙂

 

Utensilien vorbereiten

Als nächstes galt es dann, die nötigen Utensilien zusammenzutragen, die wir verwenden wollten, z.B. die Decke oder das „Adventure-Book“. Am Ende konnten wir gar nicht alles benutzen, was mein Liebster für mich ins Auto getragen hat (Weinkisten, Lightbox, …) – aber ich lebe halt nach dem Motto „Lieber zu viel dabei als zu wenig“. 😛

Beauty-Check

Kleidung

Mir war es wichtig, dass wir farblich ein wenig abgestimmt sind und unsere Kleidung ins Gesamtkonzept passt, da wir die Fotos der Engagement Session auch für unsere Einladungen eingeplant haben. Auffällige Muster sind nicht so unser Ding und so wurden es schöne verschiedene Grüntöne. Wir haben sogar kurz vorher noch eine Jacke ausgeliehen, die das ganze dann abrundete. Und damit kein Colour-Blocking entsteht, hatte ich noch einen Schal dabei.

Friseur

Am Morgen war ich noch schnell in der Stadt. Ich finde, dass so ein Friseurbesuch unheimlich entspannt! Ich habe dort auch eine supertolle Frisur bekommen – leider hatte ich aber vorher eine Haarkur bekommen, weswegen die schönen Wellen bis zu unserem Engagement Shoot am späten Nachmittag leider nicht mehr da waren. 🙁

 

2 Engagement Shoot

Wir hatten unserem Fotografen Tom lediglich unsere Vorstellungen für den Fotohintergrund genannt, woraufhin er uns eine Adresse gab. Also machten wir eine „Fahrt ins Blaue“.

Schon auf der Autofahrt dorthin waren wir begeistert von der Umgebung, in die wir fuhren: ein toller Wald und ein herrliches Farbenspiel! Nicht so herrlich waren die 20 Minuten danach…

Am Parkplatz angekommen (wir waren etwa eine viertel Stunde früher dran) stiegen wir aus und sahen uns um. Nur 100m weiter war ebenfalls ein Haus mit Parkplatz zu erkennen. Also stellte sich die Frage, ob wir an unserem Standort bleiben sollten, oder ob wir zu dem anderen Haus fahren sollten. Wir zwei Neurotiker entschieden uns also für’s Umparken, da wir vom neuen Parkplatz ja dann beide Parkplätze im Blick hätten! 😀

Nachdem ich dann am zweiten Haus vorbildlich am Waldweg eingeparkt hatte (whoop whoop), freuten wir uns zunächst, dass wir mit unseren mitgebrachten Deko-Materialien schon am Waldrand waren und nicht mehr weit schleppen mussten. Aber als es dann halb 3 war – unser verabredetet Termin – und immer noch kein weißer Flitzer zu sehen war, den wir unserem Fotografen zuordnen würden, wurden wir nervös. Ich versuchte mir die ersten Gedanken daran, wir könnten uns falsch abgesprochen haben, schönzureden, checkte nochmal unsere Mails und blickte dann wieder auf die Uhr. Fünf nach halb – kein Tom in Sicht…

Oh oh…

Der moderne Mensch wundert sich vielleicht, warum wir nicht einfach mal beim Fotografen durchgeklingelt haben. Er sei nun aber auch darauf hingewiesen, dass mitten im Wald eher seltenguter Empfang herrscht. 😀 Wir versicherten uns also nochmal am Haus dort dass wir an der richtigen Adresse stehen, und waren dann erst einmal ratlos! Sollten wir nochmal zurück fahren, zu einem anderen Parkplatz, dessen Beschilderung hinkommen könnte, von dem uns unser Navi aber zuvor weggeschickt hatte? Oder würden wir dann nicht den einzigen Punkt verlassen, an dem Tom uns jemals finden könnte?!

Nun ja, ich sollte vielleicht die GZSZ-artige Melodramatik wieder etwas rausnehmen. 😛 Wir sind schlicht und ergreifend wieder umgekehrt und haben auf ein Wunder gehofft – oder zumindest auf das weiße Fotografen-Auto irgendwo am Wegesrand.

Wer sucht, der findet

Nach ein paar Kilometern dann tatsächlich die Rettung! Tom, mit Assistentin Marielle im Gepäck, kam uns entgegen, wendete und lotste uns zum geplanten Ziel. Die Mission Engagement Shoot war gerettet!

So ist das halt manchmal, wenn man sein Navi nach einer Adresse im Wald fragt – da wartet man an zwei komplett verschiedenen Orten aufeinander. Unser Abenteuer-Motto für die Hochzeit haben wir also schonmal direkt beim Engagement Shoot umgesetzt! 😀

Shooting-Time

Für uns war es das allererste Mal, dass wir gemeinsam vor der Kamera standen!

Klar, von der ein oder anderen Familienfeier oder anderen größeren Events existiert das ein oder andere qualitativ hochwertige Foto von uns, aber bewusst ein Shooting gemacht, hatten wir in der Tat noch nicht. Das lag zum einen an meiner unbändigen Angst, dass wenn ich nicht selbst daneben stehe und aufpasse   im richtigen Winkel, von der richtigen Seite und im richtigen Augenblick getroffen zu werden, nur furchtbare Fotos zu produzieren. Und zum anderen ist mein Zukünftiger auch nicht dafür bekannt, sich auf Fotos nach vorne zu drängen. Wir sind beide relativ natürliche und entspannte Menschen und wollten keine verkünstelten Fotos von uns.

Es war also erstmal ein Kaltstart als wir, endlich am Zielort angekommen, damit begannen, Fotos zu knipsen. Naja, eigentlich knipste Tom und wir wussten erstmal gar nicht, was wir tun sollen!

„Seid ganz natürlich, schaut euch an, nehmt euch in den Arm. Ich bin gar nicht da!“

So schallte es von der Kamera herüber. Öööhm… nun ja… was soll ich dir sagen… tatsächlich war die Kamera aber noch spürbar da. Und auch generell stehen wir eher nicht so natürlich mitten im Wald und umarmen uns. Wenn wir natürlich im Wald sind, versuche ich meine Schritte so schnell und groß zu machen, das ich meinem Liebsten möglichst gut hinterherkomme. Er verliert sich im Wald und der Umgebung und ich träume oft schon davon, wieder zuhause auf unserer Couch zu liegen. Aber das konnte ich in dem Moment ja nicht sagen. 😛

Also gaben wir unser bestes, so wenig irritiert wie möglich zu schauen und erst einmal abzuwarten. Tom ist schließlich Profi und weiß was er tut! An der ersten Location gingen wir ein paar Schritte von der Kamera weg und wieder auf die Kamera zu (aber – ganz wichtig – ohne direkt hineinzusehen!). Wir setzten unsere Luftballons, die ich zuvor besorgt hatte, in Szene und ich stiefelte mit meinen hohen Schuhen durch den Wald. Wer hätte das gedacht: Die haben bei GNTM wirklich nicht gelogen, als sie gesagt haben, dass sei alles gar nicht so einfach wie es aussieht!

Und dann kam quasi der Moment der alles verändert hat.

Ich hatte ja eine Decke mitgebracht, mit der wir auch ein paar Fotos machen wollten. Dafür standen mein Freund und ich uns gegenüber und sahen uns an. Um unsere Schultern die Decke. Wir sollten unsere Stirn aneinander lehnen und begannen diese Nähe zu nutzen und miteinander zu flüstern. Darüber, dass wir eigentlich beide nicht wissen, was wir tun sollen, und die Vermutung, dass Tom wohl gleich einen Kuss einfordern würde. Wir sprachen darüber, ob wir dieser Aufforderung Folge leisten würden, oder ob uns das so vor der Kamera irgendwie unangenehm sei. Wir lächelten. Und Tom knipste.

 

 
Als er mir anschließend kurz die Bild-Vorschau auf seiner Kamera zeigte, fühlte ich mich total erleichtert. Direkt danach wechselten wir auch die Location. Und ich würde sagen, dort fiel uns die ganze Sache schon sehr viel leichter. Natürlich war es immer noch etwas verkrampft aber hier gilt ja auch der Grundsatz: Übung macht den Meister. 😀

Gelernt habe ich übrigens noch etwas, was dir vielleicht auch hilft: Wenn Hände zu sehen sind, immer die Finger geschlossen halten!

3 Das Ergebnis

Ich hatte ja schon während des Engagement Shoots einige Fotos zu Gesicht bekommen. Am selben Abend noch hatte mir Tom eins davon fertig bearbeitet zukommen lassen. Meine größte Sorge, dass kein brauchbares Foto zustande käme, war also eigentlich schon verflogen.

Dennoch wartete ich natürlich sehnsüchtig auf unsere anderen Bilder. Schon Ende der Woche überraschte uns der fleißige Tom mit einer Mail: Er hatte schon alle Fotos bearbeitet! Gespannt wie ein Flitzebogen loggte ich mich ein. Und nun will ich dir noch ein paar mehr dieser wunderbaren Fotos zeigen.

 

Am Ende bleibt nur noch ein riesengroßes DANKESCHÖN an Thomas Lerch und Marielle Metzger.

 

Alles Liebe,

Frau Leonhard

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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